Die Kraft des Gehens

Das Ergebnis modernster Technologien wie Aufzüge, Autos, Supermärkte mit Tiefgaragen sollen angeblich unser Leben „erleichtern". Dabei vernachlässigen wir immer mehr das, was uns eigentlich so gut tut - Zu Fuß gehen. Gehen aktiviert die Denkleistung, fördert den Herzkreislauf und wirkt sich generell positiv auf die Figur aus. Es strafft die Haut, entspannt den Darm und die Wirbelsäule, senkt den Blut-


druck und erhöht die Abwehrkräfte. Die Hektik unserer Zeit drängt das Gehen im normalen Schritttempo oder sanftes, schonendes Laufen in den Hintergrund, wir „rasen" durch die Gegend und achten nicht auf bewusstes Ein- und Ausatmen. Nur wenige Treppen im Stiegenhaus rauben uns schon den Atem und wir kommen schnell aus der Puste. Dabei kann achtsames Gehen im Takt oder einfaches Bummeln durch die Straßen so angenehm und ein Balsam für die Seele sein. Auf einmal nehmen wir Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung wieder wahr, nehmen BIickkontakt auf und schenken ihnen vielleicht sogar ein Lächeln.

Durch ständiges Sitzen schaden wir in Wahrheit unserem gesamten Bewegungsapparat.

 

„Wer (auf Dauer) rastet, der rostet"!

 

Fehlende Belastung führt zum Abbau von Muskelmasse, Bindegewebe und Elastizität.

Schon kleine Kinder bewegen sich unbewusst über den vorderen Bereich des Fußes fort, sie rollen sich vom Vorderfußballen ab ohne die Ferse dabei zu belasten. Dieser sogenannte „Ballengang" kann von Erwachsene durch rückwärts Gehen oder Treppensteigen wieder in Erinnerung gerufen und wieder erlernt werden.

Einfaches und bewusstes Gehen stärkt eine gute Körperhaltung – der Brustkorb und die Schultern sind aufgerichtet, die Wirbel entspannt. Dadurch kommt etwa zwei Liter mehr Luft in die Lunge als bei einer schlechten Körperhaltung mit zusammengesunkenen Schultern!

Zu wenig Bewegung aber auch zu viel Bewegung, noch dazu mit einem ungeeigneten Schuhwerk, schadet unserer Gesundheit – beides führt zu Stress und mindert die Erholung. Eine gesunde Balance zu finden, ist dabei entscheidend.

Körperliche Aktivität wirkt sich langfristig besser auf den Kreislauf aus und schont dabei die Gelenke im Gegensatz zu schweißtreibenden Sport. Tägliches flottes Gehen, dabei reichen bereits 40 Minuten, baut die gleiche Menge an Stresshormonen ab wie vier Tage Urlaub.

Gehen gleicht einer meditativen Pause, Gehen hält die Seele in Balance, Gehen bringt Schwung fürs Gehirn - einfach gesagt:

 

Lass dich nicht gehen, geh selbst!