Laktoseintoleranz

Die Ursache der Laktoseintoleranz liegt, anders als bei einer Milcheiweißunverträglichkeit, an dem Mangel des Verdauungsenzyms Laktase, welches für den Abbau des Milchzuckers verantwortlich ist.  Hier geht es  also nicht um die Eiweiße, auf die das Immunsystem reagiert, sondern um die Verdauung von Zucker.

Der Milchzucker gehört (wie z.B. auch der Fruchtzucker, der eine ähnliche Problematik aufweisen kann) zu den Kohlehydraten.


Zu wenig Laktase

Wenn zu wenig oder gar keine Laktase gebildet wird, kommt es zu unzureichender Milchzuckerverdauung im Dünndarm. Die halbverdauten Zucker gelangen so in den Dickdarm und führen zu folgenden Symptomen:

  • schmerzhafte Blähungen
  • Flatulenzen
  • Durchfälle
  • Übelkeit
  • Müdigkeit

Durch die unfertige Kohlehydratverdauung kommt es im Darmbereich dann auch zu:

  • krankheitserrgenden Darmbakterien
  • Nachlassen der Reaktionsfähigkeit des Darmimmunsystems
  • Pilzwachstum
  • manchmal Parasitenbesiedlung

Diagnose und weitere Behandlung

Die Labordiagnostik bietet bei entsprechendem Verdacht einen H2-Atemtest oder einen Laktosetoleranztest an. Beide Tests können verschrieben werden. Da man beim Toleranztest immerhin 50 g Laktose zu sich nehmen muss und dann im Halbstundentakt 5 x Kapillarblut aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen abgenommen bekommt, kann dieser Test für stark intolerante Personen sehr unangenehm werden. Die Laktosemenge ist relativ hoch und kann starke Symptome verursachen. Es gibt auch die Option einer Stuhlanalyse, die man selbst zahlen muss.