Omega-3 Update - Fischöl oder Krillöl?

Fisch wird bekanntlich auch als Nahrung für das Gehirn bezeichnet. Dies ist hauptsächlich auf seinen hohen Gehalt an Omega-3-Fetten zurückzuführen, denn die ist eine strukturbildende Komponente des Gehirngewebes. Vor allem die Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaennsäure) ist dafür verantwortlich. Ein zu nieriger DHA-Spiegel steht daher in Zusammenhang mit Gedächtnisverlust und Alzheimer-Krankheiten. 


Forschungen zeigen auch, dass die Aufnahme von ausreichend Omega-3, degenerative Prozesse im Gehirn vorbeugen kann und diese vermutlich auch bis zu einem gewissen Grad umkehren kann. 

 

Da der Körper DHA nicht selbst bilden kann, muss dies täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Sehr reich an DHA sind Fisch, Leber und Hirn. 

Gedächtnisverbesserung durch Fischverzehr

Studien haben gezeigt, dass Personen, die regelmäßig Fisch verzehren (kein frittierter Fisch), einen höheren Anteil an Gehirnsubstanz, insbesondere in den Bereichen die für Kognition und Gedächtnis zuständig sind, verfügen. Der Verzehr von frittiertem Fisch zeigt diesen Nutzen nicht, da die durch das Frittieren entstehenden Transfette, die positive Wirkung der guten Fettsäuren des Fischs aufheben. Insbesondere das Backen im Rohr bei niedrigen Temperaturen wird empfohlen.

 

Die Forschungsergebnisse sprechen auf jeden Fall für den gesundheitlichen Nutzen von Omega-3-Fettsäuren. 

Im Alter baut das Gehirn Substanz ab

Vor allem für ältere Personen ist es wichtig dem Gehirnabbau entgegenzuwirken, außerdem haben Forschungen ergeben, dass mit dem Alter der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren zunimmt.

 

Eine Studie mit 485 älteren Personen die an Gedächtnisdefiziten litten, zeigte, dass bei einer täglichen Einnahme von 900 Milligramm DHA pro Tag über einen Zeitraum von 6 Monaten, signifikante Verbesserungen in der Gedächtnisleistung, sowie beim Sprachfluss eintraten. Bei den Personen, die das Placebo bekamen, waren keine Verbesserungen erkennbar. Wenn zusätzlich 12mg Lutein eingenommen wurden, verbesserte sich auch die Lerngeschwindigkeit signifikant. 

Omega-3 für die vorgeburtliche und kindliche Entwicklung

Eine Studie an acht bis zehn jährigen Jungen hat gezeigt, dass durch die Supplementierung mit DHA die Aktivität des Arbeitsgedächtnisses signifikant zunahm. Im Weiteren konnten positive Veränderungen der Seheindrücke und der motorischen Kontrolle festgestellt werden. 

Fischöl oder Krillöl?

Fisch kann eine gute Quelle für Omega-3-Fette sein. Gut ist, dass vor allem die Fische, die tendenziell geringere Schad- und Giftstoffbelastungen aufweisen, gleichzeitig die besten Quellen von Fett und Antioxidantien sind. Besonders empfehlenswert ist der Verzehr von Alaska Wildlachs. Um Lachse aus Aquakulturen macht man am besten einen großen Bogen. Sie haben nicht nur einen hohen Gehalt an Giftstoffen, auch die Zucht- bzw. Produktionsbedingungen unter denen sie hergestellt werden, sind für unsere Umwelt alles andere als unterstützenswert. Außerdem enthalten die meisten Zuchtlachse nur halb so viel Omega-3 wie Wildlachs. Eine Fischart ist umso geringer mit Giftstoffen belastet, je weiter unten sie in der Nahrungskette ist. Daher zählen auch Sardinen, Anchovis und Heringe zu den vorteilhaften Fischarten, was ihre Omega-3 Reichhaltigkeit betrifft.

Ratsam ist es trotzdem, zu jeder Fischmahlzeit Chlorella Algen zu sich zu nehmen. Chlorella ist ein hervorragender Quecksilberbinder, sodass es gegebenenfalls sofort wieder über den Stuhl ausgeschieden werden kann, bevor es vom Körper aufgenommen wird.

 

Weniger bekannt ist, den Bedarf an Omega-3 Fetten über Krillöl zu decken. Wertvolle pflanzliche Omega-3 Lieferanten sind Leinsamen, Chia-Samen und Hanf. Die nutzbringendste Form ist jedoch tierischen Ursprungs und nur in Fisch oder Krill enthalten. Omega-3 im Krillöl ist bestimmten Lipiden verbunden, die die Resorbierbarkeit erhöhen und es dem Körper leichter machen, die wertvollen Omega-3-Fette zu verwerten. Das heißt natürlich auch, dass weniger davon eingenommen werden muss. Außerdem weißt Krillöl einen um 50-fach höheren Gehalt an Astaxanthin auf. Astaxanthin ist ein potentes Antioxidants und hält das Krillöl auch unter Zustrom von Sauerstoff viel länger stabil als es bei Fischöl der Fall ist.

Beim Kauf von Krillöl daher immer auch den Astaxanthin-Gehalt achten. Je höher dieser ist, desto besser. Richtwert: 0,2mg Astaxanthin pro Gramm Krillöl.

 

Jeder der Fisch nicht regelmäßig auf dem Speiseplan hat, ist gut geraten die Omega-3-Zufuhr durch Krillöl zu optimieren. 

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Omega 3 

Quelle

 Dr. Joseph Mercola, Fachzeitschrift für Neurobiologie; Hier & Jetzt. Ausgabe 02 – 15. Herausgeber: INK – Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt GmbH