Omega 3

Jeder von uns braucht es - denn es ist ein wichtiger Baustein unserer Zellen. Da die Fettsäure die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem bei Embryos und Säuglingen fördert, haben insbesondere Schwangere und stillende Mütter einen hohen Omega-3-Bedarf. Doch auch jeder andere Mensch tut gut daran, seine Tagesdosis Omega-3 zu sich zu nehmen.


Denn die Fettsäure zeigt eine wissenschaftlich nachweisbar positive Wirkung bei den meisten unserer großen Volkskrankheiten. Eine verstärkte Aufnahme empfiehlt sich insbesondere zur Vorbeugung von Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer oder Autoimmunerkrankungen wie Asthma.

Omega-3 und Depression

Bei der Behandlung ist die Schulmedizin an Grenzen gestoßen: So ergeben jüngste Studien, dass die meisten Antidepressiva zwar zahlreiche Nebenwirkungen - aber wenig Wirkung verursachen. Grund: Sie bekämpfen die Symptome, nicht die Ursachen. Eine der vielen möglichen Gründe für eine Depression kann dabei sehr leicht behoben werden: Omega-3-Mangel. So belegen verschiedene, wissenschaftlich abgesicherte Untersuchungen, dass eine regelmäßige Omega-3-Aufnahme zu deutlichen Verbesserungen von sogar schweren Depressionen führen kann. Oder andersrum: Depressionen scheinen oftmals die Folge eines Omega-3-Mangels zu sein. Denn Omega-3 ist ein wichtiger Baustein und Botenstoff der Zellen. Gibt es zu wenig, leiden die Zellen. Und dabei ist ein Omega-3-Mangel längst kein individueller Einzelfall mehr, sondern ein ausgewachsenes gesellschaftliches Problem: Denn das, vor allem in der Wildnis vorkommende Omega-3, verschwindet im Zeitalter der Nahrungsmittelindustrie immer mehr aus unserem Essen. Wir nehmen deutlich zu wenig Omega-3 zu uns - darin sind sich alle einig. Einige Forscher glauben sogar, dass dies der Grund dafür ist, dass sich die Häufigkeit depressiver Verstimmungen während der letzten Jahrzehnte in den westlichen Industriegesellschaften verhundertfacht hat.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Ursache für einen Herzinfarkt liegt meist im Platzen einer so genannten arterio-sklerotischen Plaque mit nachfolgender Verstopfung eines Herzkranzgefässes. Neben Herzinfarkt kann das auch Mangeldurchblutung, Schlaganfall, Nierenversagen, Angina Pectoris oder Thrombosen verursachen. Selbst ein plötzlicher Tod, etwa durch Kammerflimmern als Folge eines Herzinfarktes oder durch Aortenriss, kann eintreten. Doch gegen all diese Gefahren gibt es einen Schutz: Omega-3.

Omega-3 entfaltet seine Wirkungen an zwei entscheidenden Stellen: Zum einen macht die Fettsäure die Zellmembranen flexibler. Das Risiko des Platzens des Plaques wird dadurch deutlich verringert. Zum anderen wirkt Omega-3 auch direkt in den Plaques entzündungshemmend, was die Abheilung begünstigt. Beide Effekte führen dazu, dass Omega-3 bereits nach kurzer Zeit und in mäßigen Dosen das Risiko für den plötzlichen Herztod und den Schlaganfall halbiert. Wir wiederholen: halbiert!

Omega-3 bei Demenz vom Alzheimertyp

Jetzt kommen neueste Studien über Alzheimer zu einem interessanten Ergebnis: Die Omega-3-Konzentration in Blut und Hirn ist bei Alzheimer-Patienten wesentlich geringer als bei Gesunden Menschen! Das wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Dabei hat insbesondere das Gehirn einen enormen Bedarf: Die gesunde Fettsäure macht bis zu 60 Prozent unserer Nervenzellwände aus. Diese Tatsache legt die Vermutung nahe, dass eine ausreichende Zufuhr an Omega-3 vor Alzheimer schützen könnte. Und tatsächlich mehren sich aus Sicht der medizinischen Forschung die Hinweise: Die verstärkte Aufnahme von Omega-3 senkt die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken. Das Problem bei der Alzheimer-Krankheit ist, dass die organischen Schäden bereits weit fortgeschritten sind, wenn die mentalen Symptome auftreten. Es heißt also hier noch mehr als bei anderen Krankheiten: Vorbeugung ist der beste Schutz.

Omega-3 bei Autoimmunerkrankungen

Die klassische Therapie von Autoimmunerkrankungen unterdrückt beispielsweise mit Kortikoiden oder anderen Immunsuppressiva das überschießende Immunsystem - mit vielen und schweren Nebenwirkungen. Was für eine Erleichterung für Betroffene wäre es also, wenn eine omega-3-reiche Ernährung eine Alternative biete! Epidemiologische Beobachtungen geben Hoffnung: So zeigten traditionell sich mit viel omega-3-reichem Fisch ernährende, Inuit und Japaner, nämlich eine sehr geringe Rate an Psoriasis und Typ-I-Diabetes. Multiple Sklerose war bei den Inuit sogar gänzlich unbekannt. Auch das Vorkommen der chronischen Entzündungserkrankung Asthma, war vergleichsweise gering.

 



Quelle:

 Dr. Johanna Buntwig (Hg.) (o. J.). Omega 3. Abgerufen am 08.10.2012 von http://www.dr-johanna-budwig.de/startseite.html