Säure-Basen-Haushalt

Für die Funktion aller Stoffwechselwege im Organismus ist das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen von großer Bedeutung. Es nimmt maßgeblich Einfluss auf die Gesundheit, da in einem ausgewogenen Verhältnis die Funktionalität der Organsysteme positiv beeinflusst wird.

Die Korrektur der Azidose (Übersäuerung) durch eine Entsäuerungstherapie als Basis-


Behandlung chronischer Erkrankungen und akuter Beschwerden wird heute in der Naturheilkunde erfolgreich umgesetzt.

Biochemischer Hintergrund

 Im Blut liegt der pH-Wert optimalerweise zwischen 7,35 und 7,45. Um diesen pH-Wert aufrecht zu erhalten, reguliert der Körper sein Säure-Basen-Gleichgewicht mittels mehrerer Puffersysteme; dem Gasaustausch in den Lungen, der Pufferkapazität des Blutes und der Ausscheidungsmechanismen über die Niere. Vorrangig wird der pH-Wert des Blutes durch den Bicarbonatpuffer konstant gehalten.

Dieser besteht aus Bicarbonat-Ionen (einem Salz) und Kohlensäure.

Sind im Körper zu viele Säuren enthalten, können die Puffersysteme des Körpers das Gleichgewicht nicht mehr aufrecht erhalten – eine Übersäuerung entsteht.

Säure-Basen-Gleichgewicht

Der Organismus eines gesunden Menschen besteht zu 20% aus Säuren und zu 80% aus Basen. Dieses natürliche Säure-Basen-Gleichgewicht muss der Organismus aufrechterhalten, damit Körper und Geist reibungslos funktionieren. Jede Verschiebung des Gleichgewichts, ob nun zugunsten der Säuren oder der Basen, ist ein Angriff auf unsere Gesundheit und erhöht das Risiko organischer Störungen. Moderne Ernährungsgewohnheiten und die heutige Lebensweise zerstören das Gleichgewicht und führen immer häufiger zu einer Übersäuerung des Organismus.

 

Übersäuerung des Körpers

Zunächst entsteht eine latente Azidose (die Übersäuerung ist vorhanden, aber noch nicht erkennbar). Dabei ist der pH-Wert des Blutes noch im Normalbereich, allerdings nur, da der Körper die überschüssigen Säuren im Bindegewebe ablagert. Da der Organismus stark mit der Bewältigung der Übersäuerung beschäftigt ist, wird seine Funktionalität in anderen Bereichen eingeschränkt. Dauert dieser Zustand nur einige Tage an und dem Körper gelingt es, aus der Übersäuerung wieder in sein Gleichgewicht zu gelangen, ist die Übersäuerung unbedenklich. Im größten Teil der Fälle kann die Übersäuerung jedoch nicht abgebaut werden, sie wird zu einem Dauerzustand des Körpers. Dies wird dann chronische Azidose genannt.

Die Folgen können vielfältig sein, von Gelenksschmerzen bis hin zu Müdigkeit, eingeschränkter Konzentration und vieles Weiterem. Nur selten werden diese Unannehmlichkeiten mit der Übersäuerung in Verbindung gebracht.


Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt

 Fehlernährung kann über verschiedene Mechanismen eine latente und langfristig eine chronische Übersäuerung verursachen. Die Ernährungsform ist in den westlichen Industrieländern geprägt durch einen Überschuss an säurebildenden und einem Defizit an basenbildenden Lebensmitteln bedingt. Insgesamt problematisch sind neben der hohen Salzzufuhr und der extremen

 


Aufnahme an Säurebildern, auch die mangelhafte Aufnahme an Kalium und Bikarbonatbildern anzusehen.

Salze organischer Säuren wirken nicht säuernd, sondern alkalisierend (basenbildend), da sie zu Wasser und CO2 verstoffwechselt werden. Auch Eiweiß, das wir in der westlichen Gesellschaft oftmals in zu großen Mengen konsumieren, (über)säuert den Körper. Die Basis der Entsäuerungstherapie bildet die Ernährungsumstellung. Die säurearme, gesunde Ernährung besteht aus 80% Basenspendern und nur 20% Säurespendern.

Hier gibts eine Liste der säure- und basenbildenden Lebensmittel zum Download.

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