Leinsamen

Leinsamen sind die Samen einjähriger Pflanzen. Der Lein hat seine eigene Familie: die Leingewächse. Leinsamen gehört aufgrund des Fettreichtums zu den Ölsaaten. Man kann aus ihnen also ein Öl gewinnen. 


Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren

Das Fett zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure) aus, was in der pflanzlichen Welt eher selten ist. Leinsamen liefern sogar 23 g. Der Omega-6-Fettsäurengehalt ist bei knapp 6 g pro 100 g .

Proteine in Leinsamen

Wie bei Samen üblich, ist der Proteingehalt hoch. beim Leinsamen bei 18 Prozent. Zum Vergleich: Dinkel enthält 15 Prozent Protein, Kürbiskerne 18 Prozent und Sonnenblumenkerne 21 Prozent. 

Im Aminosäureprofil der Leinsamen fällt der recht hohe Tryptophangehalt auf. Tryptophan ist jene Aminosäure, die zur Herstellung des „Glückshormons“ Serotonin benötigt wird und daher für die Bildung von guter Laune und Ausgeglichenheit erforderlich ist. Leinsamen liegt bei nicht zu verachtenden 0,41 g. Aber auch hier gibt es andere Samen, die durchaus mithalten können, z. B. Cashewkerne mit 0,45 g und Kürbiskerne mit 0,53 g. 


Leinsamen enthält Schleimstoffe für den Darm

Leinsamen enthält Schleimstoffe, die im Darm aufquellen und dadurch die Verdauung anregen. Diese Wirkung ist intensiver, wenn die Samen aufgebrochen sind. Die Schleimstoffe, die sich in den Samenschalen befinden, wirken im Darm als Quellmittel. Gelangen sie in den Darmtrakt, binden sie dort Wasser und quellen auf. Dadurch vergrößert sich das Volumen des Darminhalts, was wiederum die Verdauung anregt. Das fette Öl übt eine Art Schmiereffekt aus und beschleunigt den Weitertransport des Darminhalts. Aufgrund dieser Effekte eignet sich Leinsamen als pflanzliches Mittel gegen Verstopfung – ebenso wie Flohsamenschalen. Ganze Leinsamen wirken weniger intensiv als geschrotete, denn sie passieren oft in unveränderter Form den Magen-Darm-Trakt. Werden die Samenschalen dagegen durch Zerkleinern aufgebrochen, gelangen die Schleimstoffe, ebenso wie das Leinöl, nach "außen" und entfalten ihre positiven Effekte. Wichtig: viel trinken (siehe Hinweise)! Möglicherweise kann Leinsamen helfen, verschiedenen Krebsarten vorzubeugen – zum Beispiel Prostata-, Dickdarm- und Brustkrebs. Darauf weisen zumindest erste Studien hin.

 Quellen

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/chiasamen-leinsamen-unterschiede-810714.html

https://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/leinsamen